von Sarah Kaiser und Janka Wilkening (BDKJ-Diözesanverband Paderborn)
Wenn wir das diesjährige Sternsinger-Video ansehen, begegnen wir den Kindern in Bangladesch: ihren Gesichtern, ihren Hoffnungen – und ihrer harten Realität. Manche von ihnen arbeiten in Fabriken oder auf der Straße, statt lesen, spielen oder träumen zu dürfen. Der Advent lädt uns ein, genauer hinzuschauen: Wo kommt Licht in diese Dunkelheit? Und „wie können wir selbst Lichtträger werden?“
Das Motto der Sternsingeraktion 2026 „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ ruft uns dazu auf, ein Stück dieser Hoffnung zu teilen. Denn noch immer müssen in Bangladesch rund 1,8 Millionen Kinder arbeiten, viele von ihnen unter gefährlichen Bedingungen. Doch die Sternsinger und ihre Partner zeigen: Veränderung ist möglich. Kinder werden aus ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen befreit, sie dürfen zur Schule gehen und eine Zukunft aufbauen, die ihnen wirklich gehört.
Im Advent warten wir auf das Kommen dessen, der selbst als Kind in einer Welt voller Ungerechtigkeit geboren wurde. So öffnet uns der Advent die Augen: Jedes Kind trägt Gottes Würde in sich.
Vielleicht können wir heute – ganz klein – damit beginnen, diese Würde sichtbar zu machen: indem wir uns informieren, für die Aktion beten, sie unterstützen oder anderen davon erzählen. Advent bedeutet: Licht entzünden, Hoffnung teilen, Schritte gehen.
Gott, schenke allen Kindern dieser Welt Schutz, Zukunft und Menschen, die sie sehen. Mach auch uns zu Boten deines Lichts. – Amen.