Impuls von Paul Schroeter (KjG Diözesanverband Paderborn)

In der heutigen Sonntagslesung (Jesaja Kap. 11,1-10) zeichnet der Prophet Jesaja ein unglaubliches Hoffnungsbild. Das Bild von Sieger Köder zeigt einen Teil von Jesajas Utopie und Vision: „Das Baby spielt vor dem Schlupfloch der Schlange und zur Höhle der Schlange streckt das Kind seine Hand aus.“
Das, was Gott in die Welt bringt, ist Frieden für alle Menschen. Wir müssen uns nicht länger vor den bekannten Gefahren in der Welt und der Natur, wie die Schlange es zeigt, fürchten. Waffen, Schwerter, Stacheldraht und Kanonenrohre werden wirkungslos, ja sogar zu nutzlosem Schrott.
Mit Gott in der Welt, auf dessen Ankunft wir uns ja im Advent vorbereiten, kommen eine neue Gerechtigkeit und eine neue Zuversicht unter die Menschen. Da bricht etwas ganz Neues, bislang Unbekanntes an.
Wenn wir in den Nachrichten und Sozialen Medien die Bilder des zerstörten Gaza-Streifens oder die Kriegsbilder in der Ukraine sehen, sollten wir unbedingt darauf hoffen und uns auch dafür einsetzen, dass Jesajas Friedensutopie eines Tages Realität wird. Wie hoffnungsvoll wäre es, wenn das ganze Kriegsgerät so nutzlos wird, wie auf dem Bild?!
Frieden ist nicht mehr oder auch nicht weniger als das, was die meisten Menschen untereinander ersehnen und zum Leben brauchen. Vielleicht kannst du ja auch zum*r Friedensstifter*in in Deinem Umfeld in diesen Tagen werden. Gibt es noch einen kalten Konflikt, den du vor Weihnachten aus dem Weg räumen willst oder kannst? Denn Frieden will immer wieder erarbeitet werden und beginnt bei uns im Kleinen.