Mittwoch, 09.12.




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„Leben heißt: Zeichnen ohne Radiergummi.“


Unbekannt


Auf den ersten Blick erscheint mir diese Aussage beruhigend: Alles, was ich tue, denke und sage, bleibt, ist von Dauer und hat Bedeutung. Mein Dasein ist nicht egal und nicht leicht zu korrigieren.

 

Doch kann der Satz auch Angst machen: Nichts von dem, was ich tue und sage, kann ich ungeschehen machen. Zwar kann ich – wie beim Zeichnen – Dinge hinzufügen, aber eben nicht auslöschen. Auf manche Erlebnisse und Erfahrungen, die mir ohne mein Zutun widerfahren sind, hätte ich vielleicht lieber verzichtet.

 

Doch dieses Zitat trägt auch eine Aufforderung in sich: Wenn ich in meinem Leben nichts rückgängig machen kann, sollte ich dann nicht umso mehr darauf achten, was ich tue und sage?

 

Heute will ich mich bemühen verstärkt darauf zu achten, wie ich mich - vor allem im Umgang mit anderen - verhalte. Das kann mich zurückhaltender machen; das kann mir aber auch Mut schenken für andere einzutreten.


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