GottesdienstvorschlagVon Gott bewegt, neue Wege wagen
Lied zum Beginn: Wir haben Gottes Spuren festgestellt SL Nr. 190
Einleitung: „ Den Weg wollen wir gehen“, „Gemeinsam auf dem Weg“, „Viel Glück und viel Segen auf all Deinen Wegen“.... in vielfältiger Form wird uns im Alltag das Bild des Weges vor Augen gestellt So wird z.B. auch die Passion Christi, das Geheimnis unseres Glaubens als „Leidensweg“ dargestellt. Was aber macht einen Weg aus, dass er für uns so wichtig ist? Wir können ihn alleine oder zusammen gehen, bei schönem oder bei schlechtem Wetter, aber das wichtigste ist, wir können uns verlaufen und kommen trotzdem ans Ziel. Nur der Anfang und das Ziel stehen fest, woher wir gehen, bestimmen wir selber. Manchmal ist es besser, vom einfachen Weg abzuweichen und kleinere, vielleicht unangenehmere Wege zu gehen. Auch auf der heutigen Diözesankonferenz haben wir Wege eingeschlagen. Rufen wir sie uns noch einmal ins Gedächtnis, so dass wir von Gott bewegt neue Wege wagen.
Kyrie: Herr, oft sind die Wege, die Du uns vorschlägst unbequem und lästig, wir sind verleitet, andere, leichtere Wege zu gehen. Herr erbarme Dich. Vielen Menschen fehlt es an Orientierung, sie brauchen Wegbegleiter, es fällt uns schwer, dies zu erkennen. Christus erbarme Dich Wir sind versucht, den Weg als Wettrennen zu verstehen, jeder will der Erste sein, den Weg am Besten meistern, dabei vergessen wir oft das Miteinander. Herr erbarme Dich.
Lied zum Gloria: Te Deum SL Nr. 28
Tagesgebet: Herr, wir sind unterwegs: von gestern nach morgen, von der Geburt zum Tode, von der Kindheit zum Alter. Die Richtung scheint uns vorbestimmt. Aber wir erkennen immer wieder, dass wir die Richtung verfehlen können. Herr, gib uns die Richtung an, damit wir nicht irre gehen, damit wir nicht ziellos werden, damit unser Leben einen Sinn gewinnt, dass es erfüllt sein wird, auch wenn wir vielleicht nicht alt dabei werden. Herr, lass uns das Ziel erreichen, nicht nur am Ende des Weges, sondern jeden Tag, jede kurze Wegstrecke. Gib uns jeden Tag das Gefühl dafür, dem Ziel nahe zu sein, und daraus den Mut, jeden Tag den Weg neu aufzunehmen.
Lesung: Gen 12, 1-4
Zwischengesang: Ein Wort ergeht ...
Evangelium: Matthäus 16, 24 – 28 Predigt
Lied zum Credo: Da wo ein Brunnen fließt SL Nr. 162 1, 3
Opferbereitung: Gabengang : Zeichen des Weges Stein: Mit mir ist der Weg gepflastert, man braucht mich, um Häuser zu bauen, kleine Häuser, aber auch große Paläste, für Brücken und auch Kirchen. Ich kann aber auch als tödliches Geschoss gegen Menschen eingesetzt werden, oder als Mauer Menschen voneinander trennen. Ich bringe mich zum Opfer dar, in der Tischplatte des Altares Tuch: Ich werde gefertigt aus Baumwolle, die am Weg steht, oder mit der Wolle von Schafen, die Euch auf dem Weg begegnen. Ich diene den Menschen als Kleidung, um sie zu wärmen, zu schmücken oder zu schützen. Man kann aus mir aber auch Fesseln oder Zwangsjacken machen. Ich bringe mich zum Opfer dar als Tischtuch für den Altar. Blumen: Wir stehen am Weg und erfreuen Dich mit unserem Glanz. Wir sind Zeichen für den Frühling, für neues Erwachen, dienen als Heilkräuter. Einige von uns sind aber ach giftig und können töten. Wir bringen uns zum Opfer dar als Schmuck auf dem Altar. Stück Holz: Als Baum stehe ich am Weg, ich bin das Holz, das als Werkstoff dient. Die Menschen benutzen mich für Dächer, Hütten, Boote, aber auch für Schlagstöcke, Waffen oder Käfige. Ich bringe mich zum Opfer als Kreuz auf dem Altar. Kerzen: Das Feuer kommt von der Sonne, die Euch den Weg erleuchtet. Wir Kerzen bringen Wärme und Licht in die dunkle Welt, das Feuer kann aber auch auffressen und zerstören.Wir bringen uns zum Opfer dar, als Kerzen auf dem Altar. Kelch mit Wein: Meine Trauben hängen am Wegesrand, sie bieten dem Wanderer Nahrung, ihr Saft dient zur Erfrischung. Der Wein kann aber den Menschen auch verändern, ihn zornig oder launisch machen. Ich bringe mich zum Opfer dar, als das Blut des Neuen Bundes Brot: Aus den Körnern, die auf den Feldern am Wegesrand wachsen bin ich Brot geworden. Ich bin das Grundnahrungsmittel für alle Menschen. Leider bin ich nicht überall auf der Welt in gleicher Fülle zugegen, so dass viele Menschen Hunger leiden müssen. Ich bringe mich zum Opfer dar, als das Brot des Neuen Bundes. Gebet: Allmächtiger Gott, so wie die Gaben hier auf dem Altar eine gute und eine schlechte Seite haben, so haben auch wir Menschen zwei Seiten. Wir wollen diese beiden Seiten nun als unser Opfer vor Dich tragen, und gemeinsam das Andenken an Deinen Neuen Bund begehen. Hochgebet
Lied zum Sanctus: Alles was atmet SL Nr. 68
Vater unser: SL Nr. 77
Friedensgruß: Lied nach der Kommunion: Wenn wir das Leben teilen SL Nr. 186 Text nach der Kommunion: Ich möchte einmal sagen können: Es ist vollbracht! Und ich darf hoffen, dass mir dies hinter Jesus her gelingt, dass meine Geschichte an seiner Geschichte zu einer Heilsgeschichte wird. So will ich versuchen, mein Leben vollzubringen, zu füllen wie er mit geteiltem Brot, mit brüderlicher Umarmung, mit gestiftetem Frieden- mit geschenkter Vergebung, mit erwiesener Gerechtigkeit, mit erwirkter Freiheit, mitgehaltener Treue, mit redlicher Wahrhaftigkeit, mit Liebe zu denen, die mich brauchen. So will ich versuchen, mein Leben vollzubringen, zu füllen wie er unter der Last der Konflikte, in der Zwickmühle von Spannungen, unter der Bürde von Verantwortung, in den Zwängen der Probleme, unter dem Druck der Leistung, in den Stunden der Leiden, unter dem Kreuz, dem ich nicht ausweichen kann. So will ich versuchen mein Leben vollzubringen, zu füllen wie er im aufmerksamen Bewusstsein, im ständigen Hören, im immer wieder aufgenommenen Gebet, im liebenden Gehorsam zu Gott, der allein mein Leben richten und ins Recht setzen kann. Noch kann ich dieses Wort nicht wagen: Es ist vollbracht. Aber heute ist die Zeit, in der ich umkehren kann, heute kann ich das Wort des Friedens sagen, heute kann ich Verzeihung anbieten, heute kann ich auf den Nächsten zugehen, heute kann ich einen Unerwünschten annehmen, heute kann ich meine Stimme für Rechtlose geltend machen, heute kann ich meine Wahl abgeben, heute kann ich mich verlieren, um das Leben zu gewinnen. Jetzt entscheidet sich, worauf es ankommt, wenn Er kommt. Segen: Segen sei mit dir, der Segen strahlenden Lichtes, Licht um dich her und innen in deinem Herzen. Sonnenschein leuchte dir und erwärme dein Herz, bis es zu glühen beginnt wie ein großes Torffeuer, und der Fremde tritt näher, um sich daran zu wärmen.
Aus deinen Augen strahle gesegnetes Licht wie zwei Kerzen in den Fenstern deines Hauses, die den Wanderer locken, Schutz zu suchen dort drinnen vor der stürmischen Nacht Wem du auch begegnest . wenn du über die Straße gehst . ein freundlicher Blick von dir möge ihn treffen.
Lied zum Abschluss: Möge die Strasse, Irischer Segensgruß
GottestdienstvorschlagBegrüßung Lesung: Als Gott nach langem Zögern wieder mal nach Hause ging, war es schön; sagenhaftes Wetter! Und das erste, was Gott tat, war: die Fenster sperrangelweit zu öffnen, um sein Häuschen gut zu lüften. Und Gott dachte: Vor dem Essen werd` ich mir noch kurz die Beine vertreten. Und er lief den Hügel hinab zu jenem Dorf, von dem er genau wusste, dass es da lag.
Und das erste was Gott auffiel, war, dass da mitten im Dorf während seiner Abwesenheit etwas geschehen war, was er nicht erkannte. Mitten auf dem Platz stand eine Masse mit einer Kuppel und einem Pfeil, der pedantisch nach oben wies.
Und Gott rannte den Hügel hinab, stürmte die monumentale Treppe hinauf und befand sich in einem unheimlichen, nasskalten, halbdunklen, muffigen Raum.
Und dieser Raum hing voll mit allerlei merkwürdigen Bildern, viele Mütter mit Kind mit Reifen überm Kopf und ein fast sadistisches Standbild von einem Mann an einem Lattengerüst. Und der Raum wurde erleuchtet von einer Anzahl fettiger, gelblich-weißer, chamoistriefender Substanzen, aus denen Licht leckte.
Er sah auch eine höchst unwahrscheinliche Menge kleiner Kerle herumlaufen mit dunkelbraunen und schwarzen Kleidern und dicken Büchern unter müden Achseln, die selbst aus einiger Entfernung leicht modrig rochen.
„Komm mal her! Was ist das hier?“
„Was das ist hier? Das ist eine Kirche, mein Freund. Das ist das Haus Gottes, mein Freund.“
„Aha.... Wenn das hier das Haus Gottes ist, Junge, warum blühen dann hier keine Blumen, warum strömt dann hier kein Wasser und warum scheint dann hier die Sonne nicht, Bürschen?!“
„...Das weiß ich nicht.“
„Kommen hier viele Menschen her, Knabe?“
„Es geht in letzter Zeit ein bisschen zurück.“
„Und woher kommt das deiner Meinung nach? Oder hast du keine Meinung?“
„Es ist der Teufel. Der Teufel ist in die Menschen gefahren. Die Menschen denken heutzutage, dass sie selbst Gott sind und sitzen lieber auf ihrem Hintern in der Sonne.“
Und Gott lief fröhlich pfeifend aus der Kirche auf den Platz. Da sah er auf einer Bank einen kleinen Kerl in der Sonne sitzen. Und Gott schob sich neben das Männlein, schlug die Beine übereinander und sagte: „...Kollege!“
Evangelium: Matthäus 13,1 – 9 Das Gleichnis vom Sämann
An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an das Ufer des Sees. Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer. Und er sprach lange zu ihnen in Form von Gleichnissen. Er sagte: Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen. Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg, und die Vögel kamen und fraßen sie. Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; Als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen, und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat. Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach. Wer Ohren hat, der höre!
Fürbitten:
Herr hilf uns, - zu widersprechen, wenn wir anderer Meinung sind, - Einspruch zu erheben, wenn jemand ungerecht behandelt wird und - uns zu wehren, wenn über unsere Kirche unseren Glauben hergezogen wird.
Herr hilf uns, - eine fremde Meinung zu akzeptieren, wenn sie uns unvernünftig erscheint, - unsere Eltern zu achten und zu lieben, wie Gott es will und - Bindungen zu akzeptieren.
Herr hilf uns, - Meinungsumfragen nicht als letztes Evangelium anzusehen, - Werbesprüchen zu misstrauen und - unsere eigenen Gedanken zu denken
Herr hilf uns, - uns nicht zu Sklaven von Launen und Süchten zu machen, - uns ehrenamtlich zu verpflichten und - unsere persönliche Freiheit zu beenden, wenn es ums Ganze geht.
Vater Unser:
Vater unser im Himmel sich suche Dich auf der Erde. Ich mach` mir eine Liste und fange an:
Ich suche Dich in feierlichen Messen, ich suche Dich in stillen Kapellen. Ich suche Dich in Deinen Worten und in meinen. Ich suche Dich in Südafrika und vor meiner Haustür. Aber wie angestrengt ich auch forsche – nirgends eine Spur.... Meine letzte Hoffnung ist noch mein Nächster, also inspiziere ich meine Freunde und (aus sicherer Entfernung) auch den Penner auf der Straße. Nichts, kein Gott, kein Jesus, nicht mal ein Zipfelchen heiliger Geist!
Erschöpft und enttäuscht falle ich ins Gras und schließe die Augen. „Wenn es hier schon keinen Gott gibt, dass muss wenigstens ich handeln...!“ Ich steh auf und tu was – und finde Dich plötzlich in allem, was ich anfange.
Friedensgruß:
Dem da ganz vorne dem da mehr in der Mitte dem da ganz hinten dem da der mich auslacht dem da der mich verhöhnt dem da der mich verachtet dem da den ich nie verstanden habe dem da der mich nie verstehen wollte dem da den ich hasse dem da der mich mit Füßen tritt dem da den ich am liebsten unschädlich machen möchte ja genau dem da gebe ich die Hand und wünsche ihm Frieden.
Schlusstext: Das Feuer Da waren ein paar Männer, die saßen eines Tages im Gespräch zusammen. Als nun der Abend kam und die Dunkelheit hereinbrach, trugen sie Holz herbei zu einem Holzstoß und entfachten ein Feuer. Da saßen sie miteinander, die Glut des Feuers wärmte sie, und der Schein der Flammen erhellte ihre Gesichter. Da war aber einer unter ihnen, der wollte nicht länger im Kreis bei den anderen sitzen, sondern für sich allein. So nahm ereinen brennenden Holzspan vom gemeinsamen Feuer und setzte sich damit abseits, fern von den anderen. Der glimmende Span leuchtete auch ihm und strahlte Wärme aus. Bald aber ließ die Glut nach, und der alleinsitzende Mann spürte erneut die Dunkelheit und die Kälte der Nacht. Da besann er sich und nahm das schon erkaltete Stück Holz und trug es zurück in die Glut des großen Feuers, wo es sich erneut entzündete und Feuer fing und zu brennen begann. Und der Mann setzte sich wieder in den Kreis der anderen. Er wärmte sich auf, und der Schein der Flammen erhellte sein Gesicht.
Segensgruß:
Der Herr sei vor dir, um dir den rechten Weg zu zeigen. Der Herr sei neben dir, um dich in die Arme zu schließen und dich zu schützen gegen Gefahren von links und rechts. Der Herr sei hinter dir, um dich zu bewahren vor der Heimtücke böser Menschen. Der Herr sei unter dir, um dich aufzufangen, wenn du fällst, und dich aus der Schlinge zu ziehen. Der Herr sei in dir, um dich zu trösten, wenn du traurig bist. Der Her sei um dich herum, um dich zu verteidigen, wenn andere über dich herfallen. Der Herr sei über dir, um dich zu segnen. So segne dich der gütige Gott. Amen. GottesdiensthilfeUm Kindern die Bibel und biblische Personen vertrauter zu machen, haben Thorsten Jagusch (Leiter DFA Arbeit mit Familien) und Diözesanpräses Josef Holtkotte unter der Überschrift „Die Bibel wird lebendig“ eine Katechese erarbeitet. Hier zum download.
Sechs biblische Personen · Maria aus Magdala (mit einem Stein) · der blinde Bartimäus (mit einer Augenbinde) · Maria und Marta (mit einer Uhr und einem Kuchen) · Petrus (mit einem Hahn) · Paulus (mit einer Kerze) treten auf und zwei Sprecher wirken mit.
In Form eines Rollenspiels lässt sich die Katechese in einem Gottesdienst durchführen. Ein Evangeliumstext kann in die Katechese integriert werden (s. Mt 28,18-20).
Die Überschriften über den jeweiligen Auftritten der biblischen Personen und die entsprechenden Bibelstellen sind ein thematischer Hinweis für die Vorbereitung.
Die einzelnen Szenen können durch kurze Musik oder ein Lied verbunden werden.
In den Fürbitten stellen die biblischen Personen mit ihrem jeweiligen Gegenstand ihr Anliegen vor. Die Gegenstände können dann z. B. vor den Altar gelegt werden.
Bitte die Telefonnummer: 0 52 51/15 56 11 wählen. Wir können die Texte auch zuschicken. Hier gehts zum download. |
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