Aktuelle Projekte


Im Folgenden findet ihr Informationen über aktuelle Projekte zum Thema Jugend und Arbeitswelt:


2011: Vom Bewerbungsschreiben bis zum Vorstellungsgespräch



Aus dem Bericht einer teilnehmenden Schülerin Franziska Pieper:

Das Projekt „Jobstart“ von der Kolpingsfamilie Siedlinghausen hat für die Klassen 10a und 10b der Verbundschule Winterberg-Siedlinghausen Standort Siedlinghausen schon vor den Sommerferien begonnen. Am 29. Juni 2011 fand das Unternehmer-Essen statt. Dorthin wurden Unternehmen aus der Region eingeladen. Wir Schüler haben das Essen vorbereitet und konnten den Unternehmern Fragen zur Ausbildung und zum Beruf stellen.

 

Nun fand auch der Berufsvorbereitungskurs statt (geleitet von Schulungsmitarbeitern der Kolpingjugend Diözesanverband Paderborn). Am 8. September 2011 startete der Kurs und ging drei Tage bis zum 10. September 2011. Er fand in den Jugendräumen des Kolpinghauses Siedlinghausen und bei uns in der Schule statt. 

 

Am ersten Tag wurden wir nach einer kleinen Einführung in verschiedene Gruppen eingeteilt. Zuvor sollten wir ein Bewerbungsschreiben und einen Lebenslauf abgeben. In den Gruppen haben wir uns als erstes mit unseren Stärken und Schwächen auseinandergesetzt. Dann sollten wir uns aktiv mit unserem Beruf, den wir später erlernen wollen, beschäftigen. Es war eine intensive Auseinandersetzung mit dem Ausbildungsinhalt, den Tätigkeiten und den Leistungsanforderungen des jeweiligen Berufswunsch. Zuletzt an diesem Tag haben wir besprochen wie ein Telefonat für eine Bewerbung ablaufen soll. Hinzu kam, dass uns erklärt wurde, wie man ein solches Telefonat nicht führt.

 

Am nächsten Tag schrieben wir in der Schule einen Einstellungstest. Dieser zeigte uns den Inhalt, den Ablauf und das Verhalten in einem  solchen Test. Nach Ende des Testes gingen wir wieder zu den Jugendräumen in unsere kleinen Gruppen. Dort simulierten wir die Telefongespräche. Als jeder an der Reihe war, trafen wir uns alle zusammen wieder. Nun wurde uns gezeigt, wie man ein Vorstellungsgespräch nicht führen sollte. Es sollte ruhig, offen und selbstbewusst ablaufen. Danach ging es um Fragen, die in einem Bewerbungsgespräch gestellt werden. Zum Beispiel „Wieso möchten Sie in diesem Beruf arbeiten?“ oder „Warum sollten wir unbedingt Sie bei uns einstellen?“. Solche und andere Fragen werden in einem Vorstellungsgespräch gestellt. An diesem Tag übten einige von uns schon ein Bewerbungsgespräch. Zum Schluss bekam jeder von uns ein Schreiben in dem stand, wann wir am nächsten Tag zum Bewerbungsgespräch da sein sollten.

 

Am dritten und letzten Tag wurden wir zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Es war eine realistische Simulation eines Gesprächs. So konnten wir uns in eine solche Situation hineinversetzen und sie gut üben. Jeder von uns kam zu anderen Zeiten bei verschiedenen Leuten an die Reihe. Die Gespräche dauerten etwa eine halbe Stunde. Danach wurde uns sofort mitgeteilt, was wir in dem Vorstellungsgespräche gut gemacht haben und was wir noch verbessern könnten. Zu guter Letzt bekamen wir noch unsere Teilnahme-Bescheinigungen. Diese können wir in unsere Bewerbungsmappe legen. Die Bescheinigung kann in vielen Betrieben einen guten Eindruck hinterlassen. Damit ist der Berufsvorbereitungskurs und das Projekt „Jobstart“ für uns Schüler abgeschlossen.

 

Ich finde dieser Kurs hat uns einen guten Einblick gegeben. Es war eine gezielte Vorbereitung auf die Vorstellungsgespräche. Alles in allem haben uns die drei Tage um ein paar Erfahrungen reicher gemacht.


2011: Projekt Jobstart - Kolpingsfamilie Siedlinghausen



Unter dem Titel „Unternehmeressen“ hat die Kolpingsfamilie Siedlinghausen in Zusammenarbeit mit der Hauptschule vor Ort und der Kolpingjugend DV Paderborn Unternehmer des Dorfes zu einem Gesprächsabend mit SchülerInnen im Rahmen des Projektes „Jobstart“ in die Jugendräume des Kolpinghauses eingeladen. Dies ist eine Aktion, bei der SchülerInnen der Hauptschule etwas über die Arbeitssituation vor Ort erfahren sollten.

 

Für das Projekt „Jobstart“ ist es gelungen, EU-Mittel für die Eingliederung junger Menschen in das Berufsleben zu bekommen. Konkret bedeutet dies, dass Schülerinnen und Schüler des 9./10. Schuljahrgangs bei der Berufsfindung durch verschiedene Aktionen begleitet werden. Jeder Teilnehmer soll anschließend einen Ausbildungsplatz in einem für ihn passenden Beruf besitzen. Dabei ist es Ziel, die Arbeitswelt vor Ort besonders zu stärken. Darüber hinaus soll eine weitere Begleitung in der ersten, oft schwierigen Anfangsphase des Berufslebens angeboten werden.

Es folgen Auszüge aus einem Bericht von Franziska Pieper (Klasse 10b) zum Unternehmeressen:

 

Das Projekt „Jobstart“ der Kolpingsfamilie hat für uns Schüler eine Woche vor dem Essen begonnen. Da haben wir in zwei Vorbereitungsstunden besprochen, wie das Unternehmeressen ablaufen soll. Jeder hat eine Aufgabe zugeteilt bekommen und wir haben uns Fragen überlegt, die wir den Unternehmern stellen wollten. Für uns ging es an dem Abend um 18:00 Uhr los. Einige von uns sind einkaufen gegangen. Andere haben den Raum dekoriert. Und wieder andere haben gekocht. Außerdem wurden Fotos gemacht. Um 19:50 Uhr kamen die Unternehmer. Nach der Begrüßung durch die Moderatoren (Schüler unserer Klassen) und Hildegard Kräling von der Kolpingsfamilie und dem Vorstellen der Unternehmer, gab es zur Vorspeise alkoholfreie Cocktails. Dazu wurden Fragen, die in den Vorbereitungsstunden erarbeitet wurden, zur Bewerbung gestellt. Unter anderem: „ Welchen Schulabschluss benötigt man?“ und  „Welche Fähigkeiten sollte man in den Berufen mitbringen?“. Die Unternehmer antworteten u. a., dass in den Berufen Computerkenntnisse, logisches Denken und technisches Verständnis da sein sollten. Interesse zu zeigen ist genauso wichtig. Außerdem berichteten die Unternehmer, dass ein Praktikum sinnvoll wäre, weil es bei der Endscheidung und bei der Suche nach einer Ausbildung hilfreich sein kann.

 

Danach gab es zum Hauptgericht Fragen über die Ausbildung selbst: „ Wie viel verdient man in der Ausbildung?“ und „Wie wird die Lehre in den einzelnen Lehrjahren schwieriger?“.

 

Beim Dessert ging es um die weitere Zukunft, also was uns nach der Ausbildung erwartet.

 

Zum Schluss gab es dann noch eine Verlosung. Jeder Teilnehmer sollte die Frage beantworten „Wie viele Ausbildungsberufe gibt es in Deutschland.“ Die richtige Antwort ist: „348“. Alles in allem war dieser Abend interessant und informativ.